2018 2019 2020 Galerie ODMP Impressum
+++ Willkommen auf ODMP.info +++ Das Team von odmp.info +++
Hauptnavigation
- Über diese Seiten
- Aufnahmekriterien
- Informationen gesucht...
- ODMP
- Gästebuch
- Fall melden
- Linkliste
- Team
- Der Zug des Lebens
- Videodokumentationen
- Unterstützer gesucht
- Unterstützer
- Impressum
- Datenschutz

Testseite


In Erinnerung an
Erwin Seper

† 11.10.2015


ODMP
 
Und Oder Genauer Wortlaut

Startseite
Galerie
Videos
Neuer Eintrag

Alle0-9ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ


Major der Schutzpolizei Karl Heinrich Deutschland












Wir trauern um

Major der Schutzpolizei
Karl Heinrich

Berlin - 1. Kommandeur der Schutzpolizei - D -



Todesursache Herzschwäche
Todestag 3. November 1945
Alter 55 Jahre
Dienstjahre 37 Jahre
Waffe --



Heinrich trat 1909 als Kommissaranwärter in den hessischen Polizeidienst. In den Jahren 1911/12
leistete er als Einjährig-Freiwilliger seinen Wehrdienst ab. Im Februar 1914 war seine Ausbildung
als Polizist beendet. Im Ersten Weltkrieg diente Heinrich zunächst in der Infanterie, wo er schon
im Januar 1915 zum Leutnant befördert wurde. Infolge schwerer Verwundung galt er ab Mitte 1916 als
nicht mehr kriegsverwendungsfähig und wurde, unter anderem mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse dekoriert,
in der Militärpolizeiverwaltung eingesetzt.

Nach seiner Entlassung aus dem Heer nahm Heinrich 1918 seinen Dienst als Offizier bei der
hessischen Polizei auf. Anfang 1919 trat er in die SPD ein. Er wechselte in die preußische
Polizei, die ihn 1929 als Major zur Berliner Schutzpolizei versetzte. Heinrich kommandierte
als stellvertretender Inspektionsleiter der Inspektion "Linden" die Schutzpolizei im Berliner
Regierungsviertel. Zu seinen Aufgaben gehörte die Durchsetzung des Bannkreises um das
Reichstagsgebäude. Wegen der hierbei gezeigten Härte gegen Nationalsozialisten propagierte
deren Gauleiter Goebbels für ihn den Namen Knüppelheinrich, den die Kommunisten, bei denen
er gleichermaßen verhasst war, übernahmen. Infolge des Preußenschlags 1932 aus politischen
Gründen beurlaubt, widmete sich Heinrich führenden Funktionen im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold.

Nach der Machtübernahme rächte sich die Berliner SA ab Anfang März 1933 an Heinrich, indem sie
ihn für acht Wochen in mehrere wilde Konzentrationslager verschleppte, darunter in das berüchtigte
Columbiahaus. Seine zeitgleiche Entlassung aus der Polizei war mit einer erheblichen Kürzung der
Bezüge verbunden, weshalb Heinrich als Versicherungsvertreter auf Provisionsbasis arbeiten musste.
Nachdem die meisten Führer des Reichsbanners bei seiner Zerschlagung aus Deutschland geflohen waren,
baute Heinrich 1933/1934 gemeinsam mit Theodor Haubach in Berlin eine über eintausend Mitglieder
zählende illegale sozialdemokratische Organisation überwiegend aus Reichsbannerleuten auf. Nach der
Verhaftung Haubachs im November 1934 übernahm Heinrich die Leitung der Organisation. Doch auch ihn
verhaftete die Gestapo im September 1935. In einem Schauprozess verurteilte der Volksgerichtshof
Heinrich 1937 wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu sechs Jahren Zuchthaus. Seine Strafe verbüßte er
im Zuchthaus Brandenburg und ab Sommer 1938 in verschiedenen Moorlagern, dann in Staflagern in Hessen.
Nach Ablauf der Strafhaft 1941 beabsichtigte die Gestapo Heinrichs Verschleppung in das Konzentrationslager
Sachsenhausen, hielt ihn dann aber wegen seines schlechten Gesundheitszustands in ihrem Gefängnis in
der Berliner Prinz-Albrecht-Straße fest. Infolge ärztlich festgestellter Haftunfähigkeit entließ die
Gestapo ihn von dort im September 1942.

Im Juni 1945 nach der Befreiung vom Nationalsozialismus ernannte die sowjetische Besatzungsmacht
Heinrich zum Kommandanten der Berliner Schutzpolizei. Da er die Führungsrolle der Kommunisten ablehnte,
verhaftete ihn jedoch im August 1945 die sowjetischen Geheimpolizei NKWD. Eine Stellungnahme zu dem
großes Aufsehen erregenden Schritt gab die sowjetische Besatzungsmacht nicht ab. In den geheimen
Ermittlungen warf das NKWD Heinrich illegalen Waffenbesitz sowie die Misshandlung und Denunziation
von Mithäftlingen während des NS-Strafvollzugs vor. Die Untersuchung war Ende September 1945
abgeschlossen. Die Anklageschrift beschuldigte ihn „konterrevolutionärer“ Verbrechen. Da Heinrich
inzwischen schwer erkrankt war, kam es nicht zur Verhandlung vor einem sowjetischen Militärtribunal.
Im Oktober 1945 in das Haftkrankenhaus des Speziallagers Nr. 3 in Berlin-Hohenschönhausen eingeliefert,
starb er am 3. November 1945 an der „Paralyse lebenswichtiger Organe“. Sein Leichnam wurde in der Nähe
des Lagers auf einem Schuttablageplatz verscharrt.

Die sowjetische Besatzungsmacht hielt dies trotz dringender Anfragen der westlichen Besatzungsmächte,
der SPD-Führung und der Berliner Öffentlichkeit nach seinem Verbleib und den Beschuldigungen geheim.
Während des Berliner Wahlkampfes im Herbst 1946 rechtfertigte eine antisozialdemokratische Kampagne
der mit NKWD-Informationen dosiert ausgestatteten SED-Presse die Verhaftung Heinrichs. Sein Schicksal
konnte erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aufgeklärt werden. Im Mai 1996 rehabiliterte die
Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation Karl Heinrich.

An Karl Heinrich erinnern eine Gedenktafel und die Karl-Heinrich-Brücke im Berliner Ortsteil Spandau.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heinrich_%28SPD%29
Deutschland




Heutige Todestage
Michael Karger

† 18.1.2002

Stefan Friedrich
† 18.1.1990

Andreas Hebert
† 18.1.1990

Günter Knöpfel

† 18.1.2000

Bernhard Markl

† 18.1.2010

Peter Hoffmann
† 18.1.2009

Hermann Artz

† 18.1.1993

Herman Hendrik Hoving

† 18.1.1929

Aldert Meijer

† 18.1.1929

Mient Durks van der Molen

† 18.1.1929

Jan Werkmann

† 18.1.1929

Lonne Glas
† 18.1.2008

Peter Schwartz
† 18.1.2009

Werner Michalczik
† 18.1.1951

Luc Verstappen

† 18.1.1987



Baldige Todestage
Michael Karger
18.1.2002

Stefan Friedrich
18.1.1990

Andreas Hebert
18.1.1990

Günter Knöpfel
18.1.2000

Bernhard Markl
18.1.2010

Peter Hoffmann
18.1.2009

Hermann Artz
18.1.1993

Herman Hendrik Hoving
18.1.1929

Aldert Meijer
18.1.1929

Mient Durks van der Molen
18.1.1929

Jan Werkmann
18.1.1929

Lonne Glas
18.1.2008

Peter Schwartz
18.1.2009

Werner Michalczik
18.1.1951

Luc Verstappen
18.1.1987

Francis Hill
19.1.1922

Rudolf Weichselbaum
19.1.2014

Friedrich Decombe
20.1.1946

Rene Michaux
20.1.2009

George Adam Small
21.1.2009

Diane Christine Donald
21.1.2009

Frank Michalski
21.1.2010

William C. F. Redmond
21.1.1920

Eric Fauvet
21.1.2009

Ernst Fesl
22.1.2002

Markus Jobst
22.1.1995

Torsten Thiemann
22.1.2009

James Alexander Drew
22.1.2009

Johannes Jensen
22.1.1945

Kai John Jansen
22.1.1945

Isabella Gollner
22.1.2014

Frank Pätzold
23.1.1995

Corinna Richter
23.1.1995

Alois Hufnagel
23.1.1920

Karl Haudum
23.1.1971

Franz Pirklbauer
23.1.1971

Hans van Bon
23.1.2009

John J. Kemp
23.1.1921

Henry Vang Møller
23.1.1945

Peter Erling Kristiansen
23.1.1945

Thomas Schmitt
23.1.2009

Frank Noel
23.1.2013

Martin Kalteis
24.1.2007

Christian Oed
24.1.2009

Goeran Robijns
24.1.2010

Thomas John Bingham
24.1.1984

Willy Velleman
24.1.2012

Reinhold Obensiek
25.1.1979

Holger Edward Hansen
25.1.1945

Klaus Weißenberger
25.1.2007



facebook
odmp.info auf facebook 2011


© odmp.info/net4cops.de 2020