2016 2017 2018 Galerie ODMP Impressum
+++ Willkommen auf ODMP.info +++ Das Team von odmp.info +++
Hauptnavigation
- Über diese Seiten
- Aufnahmekriterien
- Informationen gesucht...
- ODMP
- Gästebuch
- Fall melden
- Linkliste
- Team
- Der Zug des Lebens
- Videodokumentationen
- Unterstützer gesucht
- Unterstützer
- Impressum

Testseite


In Erinnerung an
Thomas Bude

† 8.9.1995


ODMP
 
Und Oder Genauer Wortlaut

Startseite
Galerie
Videos
Neuer Eintrag

Alle0-9ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ


Major der VP Helmut Adam Deutschland












Wir trauern um

Major der VP
Helmut Adam

Thüringen - Volkspolizeikreisamt Saalfeld - erste Stellvertreter - DDR -



Todesursache Schußverletzung
Todestag 25. Dezember 1971
Alter 42 Jahre
Dienstjahre unbekannt
Waffe --



Geboren am 25. Januar 1929 in Rudolstadt, gestorben am 25. Dezember 1971

In einem unbewohnten Wochenendhaus in Saalfeld, Am Lärchenhölzchen, wurde am 25. Dezember 1971 um 10.06 Uhr der Fahnenflüchtige Soldaten
der Pionierkompanie Sonneberg Gerhard Meyer aufgespürt. Der erste Stellvertreter des Volkspolizeikreisamtes Saalfeld Major Helmut Adam
wurde beim Versuch, Meyer festzunehmen, angeschossen. Er erlag noch am gleichen Tag im Krankenhaus Saalfeld seinen Verletzungen.


Ort des Zwischenfalls: Saalfeld
Todesursache: Schußverletzung


Der Major der Volkspolizei Helmut Adam hatte den Tischlerberuf erlernt. Er war verheiratet, aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, die zum
Zeitpunkt seines Todes zwischen 7 und 21 Jahre alt waren. Helmut Adam nahm am 25. Januar 1971 an der Suche nach dem Fahnenflüchtigen Pionier
der Grenztruppen Gerhard Meyer teil, der am Vortag mit seiner Maschinenpistole und 60 Schuß Munition aus der Kaserne in Sonneberg desertiert
war. Auf der Flucht hatte er einen 76jährigen Arzt in der Nähe des Grenzübergangs Eisfeld niedergeschlagen und schwer verletzt. In Sachsenbrunn
schoß er danach den Volkspolizisten und ABV Günther Michaelis nieder, der am gleichen Tag noch seinen Verletzungen erlag. Am Weihnachtsabend
versuchte er in Saalfeld, eine Säuglingsschwester in seine Gewalt zu bringen und verletzte sie in einem Handgemenge.

Nachdem das Versteck des Fahnenflüchtigen in einer Saalfelder Wochenendsiedlung durch einen Suchtruppe der Volkspolizei gegen 10.06 Uhr
entdeckt worden war, wurde das Gelände von Sicherheitskräften des MfS und der Volkspolizei umstellt. Über Megaphon wurde der Deserteur
mehrfach aufgefordert, seine Waffe aus dem Fenster zu werfen und sich zu ergeben. Dem kam er nicht nach, sondern schoß sofort auf einen
Panzerwagen, als dieser sich dem Haus näherte. Nach dem Einsatz von Rauch- und Tränengas war aus dem oberen Geschoß des Gebäudes, in dem
sich Meyer verbarrikadiert hatte, ein dumpfer Knall zu hören. Die Einsatzkräfte vermuteten, daß sich der Deserteur selbst erschossen hätte.
Daraufhin erteilte Oberstleutnant Hennig den Befehl zur Stürmung des Wochenendhauses. Doch abermals schoß Meyer aus dem Dachgeschoß auf den
sich annähernden Panzerwagen SPW und warf mehrere ins Haus geworfenen Rauchgranaten aus dem Fenster wieder heraus. Nach erneutem mehrfachem
Rauchkörpereinsatz begab sich Oberstleutnant Hennig als erster in das Untergeschoß. Major Adam wurde mit einem zweiten Panzerwagen an das
Gebäude heran gebracht. Sei Versuch, von einer Leiter aus eine Dachluke aufzubrechen, scheiterte. Er begab sich danach ebenfalls in das
Gebäude und ließ sich von VP-Hauptmann Samper, der den Eingang sicherte, dessen Maschinenpistole geben. Mit Adam gelangte auch
Oberwachtmeister Meinhardt ins Innere des Hauses.

Der Ablauf des Geschehens dort wurde in dem Abschlußbericht des Suhler Staatssicherheitsdienstes minutiös festgehalten. Demnach saß Meyer,
als Oberstleutnant Hennig und ihm folgend Major Adam das Obergeschoß betraten, in einem Mansardenzimmer auf einem Stuhl und hielt sich seine
Maschinenpistole unter das Kinn. Als Oberstleutnant Hennig in aufforderte, die Waffe nieder zu legen, antwortete Meyer, er solle ihn doch
erschießen. Als Hennig anlegte, um Meyer die Waffe aus der Hand zu schießen, stellte dieser die Waffe hinter seinen Körper. Inzwischen waren
Hauptmann Semper und Oberwachtmeister Meinhardt ebenfalls im Dachgeschoß angelangt. „Meyer wurde in der weiteren Zeit von Oberstleutnant Hennig
und Major Adam des öfteren aufgefordert, sich zu ergeben bzw. die Waffe wegzulegen, worauf er erwiderte, daß er nicht schießen werde, sondern
erschossen werden will. Dabei hielt er seine Waffe mit der Laufmündung an sein Kinn, wobei er den Finger am Abzug hatte.“ Oberstleutnant Hennig
und Major Adam standen im Raum mit der Waffe in der Hand dem Fahnenflüchtigen gegenüber. Hennig legte sogar einmal seine Waffe ab und forderte
Meyer auf, dies ebenfalls zu tun. Als Meyer aus dem Fenster blickte, legte Hennig an, um ihm die Waffe aus der Hand zu schießen. Im gleichen
Moment gab Major Adam einen Feuerstoß ab „und rannte auf Meyer zu. [...] Aufgrund der Schußabgabe des Major Adam zuckte Meyer zusammen, neigte
sich leicht nach vor und drehte nach links. In diesem Augenblick löste sich nach Angaben von Oberstleutnant Hennig ein Feuerstoß aus der Waffe
des Meyer. Er fiel auf den bereits am Boden liegenden Mayor Adam, rollte nach links von diesem herunter und blieb in Rückenlage liegen.“ Die
Obduzenten stellten später drei Schußtreffer bei Meyer fest, der tödliche Treffer lag im Bereich der linken Brustseite. Major Adam wurde durch
einen Bauchschuß verletzt, an dessen Folgen er trotz einer Notoperation im Krankenhaus Sonneberg er starb. Am Ende des Berichts sind insgesamt
36 Zeugen aufgeführt, die vom MfS befragt wurden. Einer Aussage zufolge soll Major Adam am Morgen des 25. Dezember vor dem Einsatz gegenüber
dem Politstellvertreter der Volkspolizei Saalfeld, Major Köppe, geäußert haben: "Den Kerl bring ich um“. In dem abschließenden internen Bericht
der Stasi-Zentrale wurde die hohe Einsatzbereitschaft der eingesetzten Kräfte gelobt, allerdings wurden „jedoch gleichzeitig ernste Verstöße
gegen die Prinzipien des taktischen Vorgehens zur Festnahme bzw. Liquidierung des Verbrechers" kritisiert.
(Recherchen: AN, jk, jos., MS; Autor: jos.)

Quellen:
http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Opfer_des_DDR-Grenzregimes/Dritte_Mitleidenschaft/Adam_Helmut/index.html
Deutschland




Heutige Todestage
Horst Fiedler

† 24.4.1999

Marino Ferraro

† 24.4.2009

James O`Brien
† 24.4.1916

Michael Lahiff
† 24.4.1916

Michael McCarthy
† 24.4.1920

John Beets Bales
† 24.4.1921

Tord Andersson
† 24.4.2007

Alexander S

† 24.4.2015



Baldige Todestage
Horst Fiedler
24.4.1999

Marino Ferraro
24.4.2009

James O`Brien
24.4.1916

Michael Lahiff
24.4.1916

Michael McCarthy
24.4.1920

John Beets Bales
24.4.1921

Tord Andersson
24.4.2007

Alexander S
24.4.2015

Michéle Kiesewetter
25.4.2007

Giulio Simoni
25.4.2005

Michael Hartleb
25.4.2010

Cecil Boyle
25.4.1998

Coralie Standart
25.4.2013

Stephane Petitch
25.4.2013

Andreas Gorski
26.4.2002

Gerhard Moik
26.4.1987

Walter Hodina
26.4.1945

Roland Krüger
27.4.2003

Matthias Fallis
27.4.2006

Paul Hutchinson
27.4.2006

Dieter Stoiber
27.4.2009

William Frith
27.4.1916

William Thomas Steadman
27.4.1920

Rudolf Petersen
27.4.1945

Børge Jørgensen Kyed
27.4.1945

Martin Schuhbäck
27.4.2009

Tiziano Della Ratta
27.4.2013

Klaus Schlüter
28.4.1985

Johann Glanner
28.4.1945

Laurits Bo Caspersen
28.4.1944

Frank John Dutot
28.4.1949

Antonio Copia
28.4.2009

David Leslie Adams
28.4.2008

Preston Gurr
28.4.2012

Frédéric Hoiret
28.4.2011

Bianca Müller
28.4.2005

Franz Franzeskon
29.4.2012

Simon A. Landman
29.4.1974

Johann Lachberger
30.4.1920

Johann Buxbaum
30.4.1933

Richard Anthony Hulse
30.4.2005

Nicola Fustaino
30.4.2007

Hugo Michiels
30.4.2009

Erich Spitzer
30.4.2013

Roberto Mancini
30.4.2014

Unbekannt
1.5.2002

Roel Nijenhuis
1.5.2009

Dieter Bosek
1.5.2011

Peter Michael Ramsperger
1.5.2014

Gottlob Fischer
2.5.1945



facebook
odmp.info auf facebook 2011


© odmp.info/net4cops.de 2018