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In Erinnerung an
Hugo de Wachter

† 26.1.2010


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Polizeimeister Michael Scheuermann Deutschland












Wir trauern um

Polizeimeister
Michael Scheuermann

Rheinland-Pfalz - Polizeipräsidium Mainz - Polizeiinspektion Mainz 2 - D -



Todesursache erstochen
Todestag 14. Januar 1989
Alter 26 Jahre
Dienstjahre unbekannt
Waffe Messer


Kondolenzbuch

andreas scheuermann
(03.08.2015)

AUCH WENN NIEMAND DEN "SINN" SOLCH VIELER TRAGÖDIEN ERKENNEN VERMAG...

DIE LEHRE SCHEINT ZU SEIN, DARAUS ZU LERNEN UND NIE ZU VERGESSEN - UND ZU HOFFEN, DASS SICH EINIGE GESCHEHNISSE IN DIESER SCHLIMMEN FORM NICHT WIEDERHOLEN.
andreas scheuermann mainz
(04.08.2015)



Michael Scheuermann wurde am 02.08.1985 auf der Wache der Polizeiinspektion Mainz 2
durch einen Messerangriff so schwer verletzt, dass er am 14.01.1989 im Alter von 26 Jahren
an den Folgen der Verletzung starb.

Inschrift der "Gedenktafel im Polizeipräsidium Mainz"

_________________________________________________________________________________________________________________


Ansprache von Pfarrer Martin Schulz-Rauch


„Wachbleiben – wachhalten:
Das heute zu tun - sind wir zusammengekommen.

Wir wollen die Erinnerung wachhalten – in Gedanken wachhalten, was vor 26 Jahren – genau an diesem Ort – geschah.

Wir wollen nicht vergessen – und werden deshalb gleich eine Tafel aufhängen, die erinnern soll an
Michael Scheuermann – der heute 50 Jahre alt geworden wäre.

Wir wollen diese Erinnerung gemeinsam hochhalten – eine Erinnerung, die Sie liebe Familie Scheuermann,
über lange Jahre hinweg weitgehend alleine im Bewusstsein gehalten haben.

Dafür sind wir Ihnen auch zu ganz besonderen Dank verpflichtet, stellvertretend für uns alle haben Sie
nicht zugelassen, dass etwas vergessen werden könnte, was nicht vergessen werden darf.

Sie waren es auch, die mit ihrer Initiative den Anstoß gegeben haben, zu dieser wichtigen Veranstaltung heute.

Sie stehen mit Ihrem Bedürfnis nicht alleine – spätestens mit der Enthüllung dieser Tafel sind Sie nicht
mehr alleine dafür verantwortlich, dass die Erinnerung an damals nicht verblasst.

Das Wachhalten – wir alle machen es uns zum Anliegen – wenn wir diese Tafel aufhängen:
Alle Diensthabenden der PI 2, aber auch künftige Generationen, sollen daran erinnern, was mit Michael Scheuermann
geschehen ist.

Dabei geht es gewiss nicht um Heroisierung – sondern um Verantwortung.

Denn das Wachhalten der Vergangenheit beinhaltet einen Auftrag an die Zukunft.

Das Wachhalten der Ereignisse um den tragischen Tod von Michael Scheuermann soll stets die Gefahren vor Augen
halten, die der Polizeiberuf beinhaltet.

Zum Wachhalten gehört nämlich untrennbar das Wachbleiben, sich nicht einlullen durch falsche Sicherheiten,
nicht nachlassen darin, stets die Eigensicherung hochzuhalten, nicht aus Bequemlichkeit auf Eigensicherung
und Vorsicht verzichten, weil ja schon oft gut gegangen ist, weil man es gerade eilig hat, weil es zu mühsam ist.

Wenn wir die Erinnerung an Michael Scheuermann wachhalten, dann soll vor allem das Bewusstsein wachbleiben,
dass wir in unserem Dienst immer zuerst an uns denken.

Das ist überhaupt nicht egoistisch misszuverstehen!

Denn erst wer etwas für sich getan hat, kann auch für andere etwas tun und mutig für die Schwachen eintreten.

Wachhalten - ich denke noch etwas anderes muss in uns wachbleiben:

Nämlich das Bewusstsein dafür, dass die Gefahren, die die polizeiliche Arbeit mit sich bringt, gemeinsam getragen
werden müssen.

Wenn nämlich trotz aller Vorsicht doch ein Unglück passiert, dann müssen alle, die geschädigt wurden an Leib und
Seele, unterstützt und betreut werden.

Sie - liebe Familie Scheuermann - haben erlebt, wie bedrückend, wie zusätzlich bedrückend es ist, wenn man das
Gefühl hat, mit seiner Not alleine zu sein.

Sie als Familie hatten dafür Sorge zu tragen, dass Ihr schwer verletzter Sohn und Bruder angemessen verpflegt wird.
Sie haben dafür fast übermenschliche Opfer erbracht, weil Sie selbst uneingeschränkt die Verantwortung für Ihren
Michael übernehmen wollten.

Nun leuchtet es jedem ein, dass Sie bei diesem Dienst immer wieder Ihre Grenzen geraten sind.


Sich dann aber auch noch alleine gelassen zu fühlen, vielleicht gar abgespeist zu werden mit bürokratischer
Gleichgültigkeit, ja vielleicht sogar noch Hindernisse in den Weg geworfen zu bekommen, das wäre für viele
ein Grund zu verbittern.

Sie haben sich nicht beirren lassen.

Wir aber wollen wachsam sein – wollen das Bewusstsein wachhalten:
Betroffene, Geschädigte, Versehrte und Schwache dürfen wir niemals alleine lassen.

Wer Unterstützung braucht, muss sie auch bekommen.

Besonders von der Behörde, zu deren uneingeschränktem Dienst Michael Scheuermann sich einst durch seinen Eid
verpflichtet hat.


Wachbleiben – die Augen offen halten - für die Not, die unter uns herrscht – insbesondere auch bei den Beamten,
die durch ihren Dienst Schaden genommen haben und unsere Solidarität brauchen!

Sie, liebe Familie Scheuermann wissen:
Hier hat sich in den letzten 25 Jahren ein ungeheurer Bewusstseinswandel ereignet.

Es gibt Sozialberater und soziale Ansprechpartner, es gibt umfangreiche Betreuungskonzepte, es gibt vor allen
ein intensives Bewusstsein bei allen Vorgesetzten und Behördenleitern, dass Belastung welcher Art nicht mit
Schulterklopfen abgetan werden kann, sondern dass ganz konkrete Unterstützung
erforderlich ist.

Das wissen wir – und wollen doch wachbleiben - dass unsere Aufmerksamkeit niemals nachlässt aufeinander zu achten.



Sie wissen, dass wir momentan in der Adventszeit sind.

Advent aber heißt - wachsam sein – wachsam sein und warten - auf die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus –
wachsam sein aber auch für die Nöte unserer Mitmenschen - für ihre oft unausgesprochene Bitte, ja ihr Flehen
um unsere Aufmerksamkeit.

Ich denke, es gibt kaum eine bessere Zeit - selbst wenn Sie kirchlich eher distanziert sind – es gibt kaum
eine bessere Zeit für die Enthüllung einer solchen Plakette, als gerade die Adventzeit – eine Zeit, die als
besondere Botschaft hat:

Augen aufhalten – wachbleiben!

Nicht müde werden, für die Gefahren, die uns umgeben, nicht müde werden einzutreten für die, die unserer
Unterstützung bedürfen.“



________________________________________________________________________________________________________________


Brief des Bruders Andreas Scheuermann


Tod des Polizisten Michael Scheuermann / Gedenktafel im Polizeipräsidium Mainz

„Allzu oft wird sich über Vorgehensweisen "unserer" Polizisten aufgeregt - pauschal und nicht detailliert
reflektiert. Wissen diese Kritiker, wie schwer die tägliche Arbeit dieser Mitbürger – die Polizeiuniform
tragen - sein kann? Manche Menschen wollen zwar in unserer Gesellschaft leben, akzeptieren unsere Rechtsform
jedoch nicht immer. Dafür brauchen wir Menschen, die sich die Polizeiuniform anziehen und sich für uns alle
einsetzen. Wie dankbar sind diejenigen, denen unsere Polizei helfen konnte - das muss auch deutlich gesagt
werden. Wie viele Verbrechen wurden verhindert, weil unsere Polizisten präventiv agierten? Kritik wird öfter
geäußert als die Wertschätzung unserer heutigen, modernen Polizei. Auch die macht sicher Fehler, aber nur
diejenigen machen keine Fehler, die nichts tun! Meiner Meinung ist jedoch das Nichtstun sogar ein größerer
Fehler.
Ich möchte an dieser Stelle meinen herzlichen Dank für die Unterstützung ausdrücken, die ich von
Polizeikollegen Karl-Heinz Weber, Achim Hansen, Pfarrer Martin Schulz-Rauch und den Vertretern des
Innenministeriums Johannes Kunz und Tobias Burkey erhalten habe. Ohne ihre Hilfe wäre die Gedenkstunde
und die Berichterstattung nicht so würdig geworden, wie sie war!“


Quellen:
http://www.gdp.de/gdp/gdprp.nsf/id/DE_Gedenken-an-Michael-Scheuermann#
Deutschland




Heutige Todestage
Johann Altdorfer

† 18.9.1944

Primo Pauletig

† 18.9.2000

Manfred Hain
† 18.9.1979

Leopold Fleischhacker

† 18.9.1921

Ilkka Tuominen
† 18.9.1958

Gert Søndergaard Harkjær

† 18.9.1965

Henning Skov Hansen

† 18.9.1965

Elmer Gert Jeppesen

† 18.9.1965

Axel Dybdahl Andersen

† 18.9.1965

Franz Grum
† 18.9.2008

Robert Samuel Taylor
† 18.9.2000

Fiona Bone

† 18.9.2012

Nicola Hughes

† 18.9.2012



Baldige Todestage
Johann Altdorfer
18.9.1944

Primo Pauletig
18.9.2000

Manfred Hain
18.9.1979

Leopold Fleischhacker
18.9.1921

Ilkka Tuominen
18.9.1958

Gert Søndergaard Harkjær
18.9.1965

Henning Skov Hansen
18.9.1965

Elmer Gert Jeppesen
18.9.1965

Axel Dybdahl Andersen
18.9.1965

Franz Grum
18.9.2008

Robert Samuel Taylor
18.9.2000

Fiona Bone
18.9.2012

Nicola Hughes
18.9.2012

Ejler Niels Lindvang
19.9.1945

Robert Hansen
19.9.1944

Svend Børge Rasmussen
19.9.1944

Martin Andreas Højvang
19.9.1944

Barrie Lawson
19.9.2005

Ottavio Godi
19.9.2005

Johannes Frode Møller
19.9.1944

Frank Moos
19.9.2012

Damien Geraert
19.9.2007

Elmar Lipsky
19.9.2015

Ernst Schwarz
20.9.1945

Uwe Pudritzke
20.9.1995

Karsten Krabbe
20.9.2008

Einar Sørensen
20.9.1945

Manfred Radke
20.9.1972

Bodo Pohlmann
20.9.2012

Olaf Knop
21.9.2005

Peter Salcher
21.9.1997

Lucas Kuijten
21.9.2011

Andrea Battaglia
21.9.2013

Eric Leus
21.9.2015

Arie Kranenburg
22.9.1977

Freek Nekeman
22.9.1991

Helmut Gebhardt
22.9.2007

Marcel Amaury
22.9.2012

Hermann Gieshoidt
23.9.1982

Peter Biallas
23.9.1982

Kurt Gruber
23.9.1963

Anton Heupl
23.9.1937

Johann Hirschinger
24.9.1986

Hans-Wilhelm Hansen
24.9.1978

Lars Reddemann
24.9.2006

Helmut Schneider
24.9.1999

Reino Peltolan
24.9.1959

Andreas Binnentreu
24.9.2009

Torkjel Tjørholm
24.9.1973

Gabriele Schino
24.9.2010



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