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In Erinnerung an
Johann Strobl

† 11.6.2012


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Polizeiobermeister Benjamin Brekau *Meyer Deutschland












Wir trauern um

Polizeiobermeister
Benjamin Brekau *Meyer

Nordrhein-Westfalen - Polizeipräsidium Dortmund - 3. Bereitschaftspolizeihundertschaft - D -



Todesursache Verkehrsunfall
Todestag 11. Juni 2007
Alter 27 Jahre
Dienstjahre unbekannt
Waffe --


Kondolenzbuch
Fragt man das Schicksal:
Warum nur, warum?
Schicksal gibt keine Antwort.
Schicksal bleibt stumm.

In Gedanken bei den Angehörigen

DG-A der Polizeistation Limburg
DG-A Polizei Limburg
(29.07.2007)

DORTMUND

Niemand traute sich. Obwohl die St. Ewaldi-Kirche aus allen Nähten platzte, blieben die vorderen Sitzreihen leer. Alles drängelte sich hinten an den Wänden - weit weg vom Sarg, in dem Benjamin Brekau beerdigt werden sollte.

Erst als Pfarrer Markus Menke die Gemeinde freundlich nach vorne bat, füllten sich auch die vorderen Sitzreihen. War es Respekt? Oder vielleicht Unbehagen? "Viele Fragen sind unbeantwortet, und sie werden es vielleicht auch bleiben." Der Pfarrer spielte ganz offen auf die ungeklärten Umstände von Benjamin Brekaus Tod an. Am 8. Juni war der 27-jährige Polizeibeamte auf der Rückfahrt vom G8-Gipfel in Heiligendamm tödlich verunglückt.

Nur die Familien von Benjamin Brekau und seiner Ehefrau Michaela hatten zuvor in der ersten Reihe Platz genommen. Markus Menke sprach der Hochschwangeren Mut zu: "Wir alle sind gelähmt von Ohnmacht, Trauer und Wut. Aber wenn es einen Trost gibt, dann den Gedanken, dass Benjamin durch seinen Sohn weiterlebt." Er sei ein lebensbejahender Mensch gewesen, der stets ein Lächeln auf die Gesichter zaubern konnte. "Durch das Kind hat er die wichtigste Spur hinterlassen: die Spur der Liebe." Als Beleg zitierte Menke den ersten Korintherbrief: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."

In einer einfühlsamen Ansprache skizzierte der Pfarrer das «viel zu kurze» Leben Brekaus und die bedeutende Rolle von Ehefrau Michaela: "Die Familie und das Kind waren Benjamins höchste Ziele." Die mehrheitlich jungen Zuhörer in der Ewaldi-Kirche kämpften vergeblich gegen ihre Tränen. Pfarrer Menke machte allen bewusst: "Das Evangelium lehrt uns: Aus Kummer wird Freude. Aber bis dahin ist es ein langer Weg."

Michaela Brekau wird diesen Weg nicht alleine gehen müssen. Freunde, Bekannte und Kollegen waren zur Trauerfeier gekommen, vor den Kondolenzbüchern entstanden lange Warteschlangen. Die Beisetzung Benjamins auf dem Friedhof fand jedoch nur im engsten Verwandtenkreis statt. Es war der ausdrückliche Wunsch der Familien - und die Trauergemeinde respektierte ihn.
. .
(11.09.2007)

DORTMUND -

Nach vielen traurigen Tagen zaubert er seiner Mutter ein Lächeln ins Gesicht, schreit einen Keil in die dunklen Wolken der letzten Wochen. Leicht verspätet, aber kerngesund kam Benjamin junior im Dortmunder Klinikum zur Welt. Auf den Tag genau einen Monat nach dem tragischen Unfall am Rande des G 8-Gipfels, bei dem sein Vater, der 27-jährige Polizeiobermeister Benjamin Brekau, tödlich verunglückte.

54 Zentimeter groß und 3800 Gramm schwer ist die Hoffnung in Zeiten tiefer Trauer. „Ich bin sehr beschäftigt“, erzählt die Witwe Michaela Brekau (26), und streichelt ihrem Kleinen zärtlich über die dunklen Haare. Doch der Vater, sagt sie, fehle ihr sehr: „Er hätte diesen Moment sicher gern miterlebt.“

Es war eine schwere Geburt. Quälende 24 Stunden lang. Michaela Brekau kam gerade mit ihren Eltern und Schwiegereltern von einem Benefizspiel, als die ersten Wehen einsetzten. Der Fußball-Landesligist Aplerbecker SC und die Regionalliga-Mannschaft von Borussia Dortmund hatten ein lange verabredetes Freundschaftsspiel in eine Wohltätigkeitsveranstaltung für die Witwe umgewidmet. 4000 Euro kamen zusammen.

„Ich bin überwältigt“, sagt Michaela Brekau. „Ganz viele Menschen, auch Unbekannte, haben schon gespendet. Das macht mich glücklich.“ Sie ist dankbar für so viel Wertschätzung, die ihr Mann, den sie nur zwei Monate nach der Hochzeit verlor, auch nach seinem Tod erfährt.

Wie es zu dem Unfall während des G 8-Gipfels kam, an dessen Folgen der Polizist Benjamin Brekau am 11. Juni starb, ist weiter unklar. Der Polizeiobermeister fiel auf einem Parkplatz in Rostock kurz vor der Rückfahrt in die Heimat aus dem Mannschaftswagen und schlug mit Wucht auf dem Asphalt auf. Offensichtlich, so ergab später die Obduktion, starb der junge Beamte an den Kopfverletzungen, die er sich zugezogen hatte.

Ein Besucher
(11.09.2007)



Tragischer Unglücksfall!


Am 11. Juni 2007 ist Benjamin Brekau (geb. Meyer) an den Folgen seiner schweren Unfallverletzungen verstorben.
Der 27-jährige Polizeiobermeister versah seinen Dienst bei der Bereitschaftspolizei.
Anlässlich des Einsatzes beim G 8-Gipfel kam es am Freitag, dem 8. Juni 2007
nach Beendigung der Veranstaltung zu einem mehr als
tragischen und folgenschweren Unglücksfall





Ein schrecklicher Unfall, den seine junge Kollegin am Steuer jedoch nicht hätte verhindern können.
Zu diesem Ergebnis kam am 13.12.2007 der Richter des Amtsgerichtes in Güstrow:
Er sprach die 24-jährige Fahrerin des Dienstbullis vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei.
Eine Verkettung unglücklicher Umstände und "eigenverantwortliche Selbstgefährdung",
wie es juristisch heißt, hätten zu dem tragischen Tod Benjamin Brekaus geführt.
Mit seinem Urteil schloss sich das Gericht dem Antrag von Verteidiger Martin Habig an.

Die Anklage war erst davon ausgegangen, dass die 24-Jährige ihre Pflichten als Fahrerin verletzt hatte:
Sie habe sich nicht vergewissert, dass alle angeschnallt waren. Und sei zudem losgefahren,
obwohl die Bullitür offen stand - was in jenen heißen Tagen nicht ungewöhnlich war.

Doch bereits am ersten Prozesstag vor drei Wochen hatte die Polizistin ihre Unschuld beteuert:
"Ich guckte nach hinten, alle saßen. Als der Gruppenführer dann rief:
Alles klar, los Abfahrt, da bin ich eben losgefahren."

Die Stimmung sei prima gewesen, alle hätten sich gefreut, nach 14 Tagen wieder nach Hause zu kommen.
Und ganz besonders Benjamin Brekau, der sich unbändig darauf freute, seine hochschwangere Frau in die Arme zu schließen.
Der vor Stolz platzte, in wenigen Wochen Vater zu werden.

Gutachter: Wagen fuhr sehr langsam
Benjamin Brekau. Ein Spaßvogel, so beschreiben ihn Kollegen.
Auch Sekunden nach der Abfahrt - der Gutachter ging von 20 km/h aus -
machte Benjamin Brekau Spaß: "Er stand auf, wedelte mit seinem Armschützer", erinnerte sich ein Kollege.
Dann die Tragödie: Benjamin Brekau verliert das Gleichgewicht, stürzt hinaus, schlägt mit dem Kopf auf.
Benjamin Brekau bekam seinen Sohn nie zu sehen.
Klein-Benni, der ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ist, der auf dem Arm seiner Mama ins Gericht kam.
Das Schicksal kann gnadenlos sein.



Quellen:
Polizei Dortmund / Presseveröffentlichungen

www.derwesten.de/nachrichten
Deutschland




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