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In Erinnerung an
John Christian Falkenaa

† 31.1.1944


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Polizeikommissar Bernd Korb Deutschland












Wir trauern um

Polizeikommissar
Bernd Korb

Nordrhein-Westfalen - Polizei Meschede - D -



Todesursache erschossen
Todestag 10. Juli 1979
Alter 27 Jahre
Dienstjahre unbekannt
Waffe --



Arnsberg. „Blaulicht eingeschaltet, verfolgen Jeep. Fahrzeug gestellt.” So dröhnt es am 10. Juli 1979
gegen 00.41 Uhr aus dem Funkgerät der Arnsberger Polizeiwache. Dann fallen plötzlich Schüsse. Die beiden
Polizeibeamten Michael Gödde (26) und Bernd Korb (27) stürzen tödlich getroffen zu Boden.


Ihr Mörder, der belgische Berufssoldat Jean-Luc Rikir (18), flieht vom Tatort.

Betrachtet man das Portrait-Foto des jungen Belgiers, dann deutet nichts darauf hin, dass er in dieser
Sommernacht zum Mörder werden sollte. Jean-Luc Rikir, der aus Cheratte bei Lüttich stammt, wirkt mit
seinem feingeschnittenen Gesicht wie ein Pennäler. Er kommt aus einem gutbürgerlichen Elternhaus, gilt
als introvertiert, aber ruhig und freundlich gegenüber seinen Mitmenschen. Eigentlich hatte er Polizist
werden wollen, wurde aber abgelehnt und ging deshalb zu den belgischen Streitkräften.

Nach seiner Grundausbildung wird Rikir nach Arnsberg versetzt. Hier fällt er, der weder einen zivilen
noch einen militärischen Führerschein besitzt, zum ersten Mal negativ auf, als er einen Armee-Jeep
entwendet. Dafür sitzt er acht Tage im Militärgefängnis ab und muss eine Geldstrafe zahlen.

Die Zeit danach wird schwer für Rikir. Er empfindet sein Verhältnis zur Armee als belastet und verliert
den Kontakt zu seinen Vorgesetzten, die ihn später als zwar „befehlsgehorsam und arbeitswillig”, aber
auch als „kindlich undiszipliniert beschreiben”. Er habe Angst gehabt, aus der Armee ausgestoßen zu
werden, sagen seine Kameraden.

Was am Abend des 9. Julis in Jean-Luc Rikir vorgeht, vermag niemand zu verstehen. Vielleicht ist es die
Furcht, die Armee verlassen zu müssen, die ihn treibt. Hat er sich nach Aussage seiner Stubenkameraden
noch fröhlich an der Reinigung eines Panzers beteiligt, erscheint ihm gegen 22 Uhr alles sinnlos.
Er will nur noch weg. Er kippt einige Gläser Bier, stiehlt ein Maschinengewehr, zehn Kisten
Schnellfeuermunition, einen Jeep und fährt los. Dabei durchbricht Rikir das Tor der Jägerkaserne, doch
die Wache meldet den Vorfall weder der deutschen noch der belgischen Polizei.

Erst ein Taxifahrer bemerkt Jean-Luc Rikir gegen Mitternacht zickzack-fahrend auf der Jägerbrücke,
weist ihn daraufhin, dass er ohne Licht unterwegs ist und sieht dabei die Waffe auf dem Beifahrersitz
liegen. Über Funk verständigt der Taxifahrer die Polizei, die gegen 0.20 Uhr die Verfolgung aufnimmt
und den jungen Mann auf der B 7 in der Nähe der Degussa stellt. Da feuert Jean-Luc Rikir eine Salve
auf die beiden Polizisten ab und rast weiter in Richtung Wannebachtal.

Derselbe Taxifahrer, der auch die Polizei verständigt hat, findet die beiden Polizisten: Bernd Korb
hinter einer Leitplanke im Straßengraben, Michael Gödde auf der Straße. Er informiert die Arnsberger
Polizeiwache und ruft den Rettungsdienst. Doch für die beiden Beamten, die in den Bauch getroffen
wurden, kommt jede Hilfe zu spät. „Tod durch innere Blutungen”, wird die Obduktion später ergeben.

Inzwischen ist eine Soester Zivilstreife dem fliehenden Schützen auf den Fersen und stellt ihn in
Breitenbruch. Dort kommt es zu einem Schusswechsel, bei dem Rikir in die Lunge getroffen und schwer
verletzt wird. Die Flucht ist zu Ende. Jean-Luc Rikir wird ins Hüstener Karolinenkrankenhaus gebracht.
Oberstaatsanwalt Werner Plitt beantragt Haftbefehl.


2 000 Trauergäste

Am 19. Dezember erhebt die Staatsanwaltschaft Arnsberg Anklage wegen zweifachen Mordes.
Jean-Luc Rikir gesteht seine Tat. „Ich wollte nur weg, meine Einheit verlassen. Niemand sollte mich
aufhalten können. Deshalb habe ich die viele Munition mitgenommen”, erklärt er den Ermittlern. Er
habe immer einen klaren Kopf gehabt, aber nach seiner Flucht aus der Kaserne habe es kein Zurück
mehr gegeben.

Als die Polizei ihn gestoppt habe und Bernd Korb nach seiner Waffe auf dem Beifahrersitz griff, habe
er das MG schnell an sich gerissen, blitzschnell ein Magazin aufgestetzt und auf den Beamten gefeuert.
Trotz mehrerer Bauchschüsse schafft es Korb, sich schwer verletzt hinter die Leitplanke zu schleppen,
wo er stirbt. Dann eröffnet Rikir das Feuer auf Michael Gödde, der dreimal in den Bauch getroffen wird.
Auch er hat keine Chance. „Ich war das Leben leid, alle waren schlecht zu mir, ich musste etwas tun”,
gibt der 18-Jährige als sein Motiv an.

2000 Trauergäste begleiten die beiden erschossenen Beamten auf ihrem letzten Weg.

Quellen:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/arnsberg/2009/4/1/news-116045251/detail.html
Deutschland




Heutige Todestage
Reinhard Reininger
† 25.9.1989

Karl Walzer

† 25.9.1913

Daniele Macciantelli

† 25.9.2008

Collin William Niblock

† 25.9.2005

Thomas Leonard
† 25.9.1920

Helge Vagn Edvard Bøghof
† 25.9.1946

Frans Heinrich Larooi
† 25.9.1978



Baldige Todestage
Reinhard Reininger
25.9.1989

Karl Walzer
25.9.1913

Daniele Macciantelli
25.9.2008

Collin William Niblock
25.9.2005

Thomas Leonard
25.9.1920

Helge Vagn Edvard Bøghof
25.9.1946

Frans Heinrich Larooi
25.9.1978

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26.9.1949

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26.9.1945

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26.9.2008

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26.9.2008

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30.9.2004

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30.9.2009

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1.10.2009

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