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Polizeiobermeister Alexander Stoffels Deutschland












Wir trauern um

Polizeiobermeister
Alexander Stoffels

Bundespolizei - D -



Todesursache Sprengstoffanschlag
Todestag 15.August.2007
Alter 34 Jahre
Dienstjahre 15 Jahre
Waffe Splitterbombe


Kondolenzbuch
"Sie opferten ihr Leben für eine zutiefst humane Idee"
Rede von Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble bei der Trauerfeier anlässlich des Todes von drei Polizeibeamten im Einsatz in Afghanistan am 18. August 2007 in Berlin
Wir trauern um drei Polizeibeamte, die in Erfüllung der Aufgaben von Bundeskriminalamt und Bundespolizei getötet wurden.

Wir trauern um Kriminaloberkommissar Jörg Ringel, Polizeiobermeister Mario Keller, Polizeiobermeister Alexander Stoffels.

Wir trauern mit den Familien der Getöteten, ihren Ehefrauen und Lebenspartnern, ihren Kindern, Eltern und Geschwistern, mit Freunden und Kollegen in den Polizeien des Bundes und der Länder.

Alle drei Polizeibeamten waren in Kabul zur Sicherheit des Personals in der Deutschen Botschaft eingesetzt. Sie waren an diesem Mittwochmorgen in einem sondergeschützten Fahrzeug auf dem Weg zum dienstlichen Training, als ein gewaltiger Sprengsatz an der Straße explodierte. Alle drei Beamten waren sofort tot, ein vierter überlebte verletzt.

Mario Keller, Jörg Ringel, Alexander Stoffels waren auf dem Weg, um das zu trainieren, was ihr Beruf, ihre schwierige und riskante Aufgabe war: das Leben anderer Menschen zu schützen.

Trotz aller strengen Maßnahmen zur Eigensicherung haben sie ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt. Sie starben bei der Ausübung ihres Amtes im Dienste der Bundesrepublik Deutschland.

Im Namen der Bundesregierung, als oberster Dienstherr des Bundeskriminalamtes und der Bundespolizei spreche ich den Angehörigen der Toten mein tief empfundenes Beileid aus. Ich hoffe, dass Sie in diesen schweren Stunden Rückhalt, Kraft und Trost finden können im Kreis Ihrer Familie, der Freunde und Kollegen.

Gemeinsam mit der afghanischen Regierung werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um die Täter dieses feigen, brutalen und hinterhältigen Verbrechens zu ermitteln und ihrer Strafe zuzuführen.

***

Polizeibeamte haben einen gefährlichen Beruf. Das gilt generell – bei einem Einsatz in Krisenregionen in besonderem Maße. Sie tragen dieses hohe berufliche Risiko, damit der Staat in der Lage ist, seiner vornehmsten Pflicht nachzukommen: den Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu garantieren.

Ohne den mutigen, besonnenen und professionellen Einsatz von Polizistinnen und Polizisten wäre unsere freiheitliche Gesellschaft nicht organisierbar: Polizeibeamte tragen ein hohes Risiko, damit wir ein geringeres haben.

Das gilt – in einem größeren Maßstab – auch für den zivilisierten und friedlichen Austausch unter den Völkern, für internationale politische Beziehungen, für die Diplomatie. Gäbe es die Polizisten – unsere wie einheimische – an den Auslandsvertretungen nicht, so wären tägliche Kontakte, der laufende Austausch zwischen Staaten, Regierungen und den durch sie repräsentierten Völkern nicht möglich.

Personen- und Objektschutz sind eine unverzichtbare Voraussetzung für politische, wirtschaftliche, soziale Beziehungen mit vielen Ländern in der Welt, auf die wir immer – und in Zeiten weltumspannender Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, globalen Tourismus alle – angewiesen sind.

Darüber hinaus nehmen wir aus vielen Gründen und auf der Grundlage von Entscheidungen der Vereinten Nationen mit unserem Engagement für den Aufbau in Afghanistan vor allem auch unsere Verantwortung für die Sicherheit unseres Landes wahr.

Der Dienst deutscher Polizisten an der Botschaft in Kabul – wie an vielen anderen gefährlichen Orten in der Welt – ist jedenfalls unabdingbare Voraussetzung für jede internationale Zusammenarbeit.

Mario Keller, Jörg Ringel, Alexander Stoffels haben ihr Leben geopfert im Dienst für eine zutiefst humane Idee: Menschen können nur dann in Frieden und Freiheit leben, wenn es eine Ordnung gibt, die ihnen Schutz bietet, ihnen Sicherheit gewährt.

Ist diese Ordnung verwirklicht, stabil und lebendig, so bedeutet dies das Ende des Terrorismus. Eben deswegen gilt der Hass des internationalen Terrorismus nicht einzelnen, ausgewählten Staaten, sondern der gesamten freiheitlichen, friedliebenden Welt.

Wenn sich die offenen, toleranten Gesellschaften durch die furchtbaren Verbrechen von Terroristen verunsichern ließen, wäre die Zukunft nicht nur Afghanistans verloren und unsere freiheitliche, friedliche Art zu leben insgesamt bedroht.

Wir müssen unsere Verantwortung wahrnehmen – geduldig, beharrlich, mit langem Atem. So schmerzlich es für uns alle ist: Das wird wohl niemals ganz ohne eigene Opfer gelingen. Die Opfer sind die andere Seite unserer freiheitlichen, offenen Ordnung.

Wir neigen dazu, sie zu vergessen und zu verdrängen, da sie wehtun, uns ängstigen, uns daran erinnern, dass die menschliche Doppelnatur von gut und böse eben auch ihre grausame, gewalttätige, dunkle Seite hat.

Umso höher muss unsere Achtung vor Menschen sein, die sich zum Schutze von Demokratie, Freiheit und Frieden in die unweigerlichen Risiken und Gefahren begeben, die in ihrer täglichen Arbeit ihr Leben einsetzen – und notfalls auch zu opfern bereit sind, damit diese, unsere Gesellschaft Bestand hat und mit weniger Sorgen in die Zukunft blicken kann.

***

Ohne Mut, ohne Einsatz, ohne Engagement und Solidarität kommt auch unsere durch unser Grundgesetz verbürgte Ordnung des freiheitlichen sozialen Rechtsstaates nicht aus.

Und deshalb darf man an jene berühmte Rede auf die Gefallenen erinnern, die Perikles vor bald zweieinhalb Jahrtausenden vor den Bürgern von Athen gehalten haben soll:


„Mit solchen Vorbildern sollt auch ihr das Glück in der Freiheit sehn und die Freiheit im kühnen Mut und euch nicht zuviel umblicken nach den Gefahren.“



Das ist der Sinn, den wir hinter dem vordergründig sinnlosen Geschehen sehen können, sehen müssen, um zu erkennen, was unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält.

Mario Keller, Jörg Ringel, Alexander Stoffels haben ihr Leben für unser Vaterland gegeben.

In tiefer Dankbarkeit und hoher Anerkennung verneige ich mich vor den Toten. Sie mögen in Frieden ruhen.
Dr. Wolfgang Schäuble IM
(12.12.2007)



Mit großer Betroffenheit haben wir alle zur Kenntnis nehmen müssen, dass die in Afghanistan eingesetzten deutschen Polizeibeamten

Kriminaloberkommissar Jörg Ringel,

Polizeiobermeister Mario Keller,

Polizeiobermeister Alexander Stoffels,

in Ausübung ihres Dienstes auf tragische Weise getötet wurden. Ihr Tod erfüllt uns mit großer Trauer.


Alexander wurde im September 1972 geboren und am 1.4.1992 fing er mit der Ausbildung bei der Bundespolizei ( damals BGS ) an.

Quellen: n4c Deutschland




In Erinnerung an
Norbert Brüll

† 6.1.1993


Baldige Todestage
Stefan Schrader
3.9.1997

Herbert Hackl
3.9.1976

Frank Christ
3.9.2003

Pasquale D'Alessandro
3.9.2004

Adalbert Cervicek
4.9.1921

Unbekannt
4.9.2005

Karl Kerschbaum
5.9.1984

Michael Branzke
5.9.1981

Manfred Waßer
5.9.1981

Anton Fliegerbauer
5.9.1972

Reinhold Brändle
5.9.1977

Roland Pieler
5.9.1977

Helmut Ulmer
5.9.1977

Franz Hofbauer
5.9.1945

Holger Østergaard-Nielsen
5.9.1942

Maurizio Ganci
5.9.2008

Ernst Funke
6.9.1921

Harald Tams
7.9.2005

Denis Alfred Hammer
7.9.1976

Thomas Bude
8.9.1995

Günther Mailliart
8.9.1995

Lothar Pusch
8.9.1995

Hans-Peter Nebgen
8.9.1971

Arnold Mosch
8.9.1921

Patrick Smyth
8.9.1919

Harald Wehinger
9.9.1975

Rolf Kegel
10.9.1981

Uwe Müller
10.9.2000

Christopher Donald MacLure
10.9.2007

Josef Herndl
10.9.1928

Louis V. J. Sillemann
11.9.1944

Daniel Hoey
12.9.1919

Egon Priller
13.9.1970

Friedrich Rainer
13.9.1962

Maik Keese
14.9.2007

Franz Fiedler
14.9.1927

Fabio Sassi
14.9.2008

Bernhard Walter
15.9.1996

Kaj Jensen
15.9.1944

Stanley Raymond Jones
15.9.2005

Andreas Rasmussen
15.9.1943

Norbert Gruber
16.9.1970

Volker Ihrig
16.9.2007

Gerhard Zapletal
16.9.2009

Dr. jur. Georg Wolfgang Stiebler
17.9.1997

Jürgen Schauf
17.9.1997

August Fink
17.9.1922

Johann Altdorfer
18.9.1944

Primo Pauletig
18.9.2000

Manfred Hain
18.9.1979



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